Zum 1. Mai: FGFC setzt auf Dialog statt Drohgebärden bei TICE
Am Tag der Arbeit sendet die FGFC ein bewusst konstruktives Signal: In einer angespannten Situation rund um den TICE setzt die Gewerkschaft nicht auf Eskalation, sondern auf Dialog, Sachlichkeit und lösungsorientiertes Handeln.
Dabei ist dieser Ansatz keineswegs überraschend. Die FGFC ist traditionell nicht dafür bekannt, mit Drohgebärden aufzutreten. Vielmehr stehen seit jeher konsensuale Töne und verantwortungsbewusstes Handeln im Vordergrund – gerade auch in schwierigen Momenten.
Rahmen für Schlichtung steht
Positiv bewertet die FGFC, dass jetzt auch die Justiz ihre Hausaufgaben gemacht hat: Einer zeitnahen ersten Sitzung der Schlichtung steht nun nichts mehr im Weg. Damit ist der institutionelle Rahmen geschaffen, um die bestehenden Spannungen geordnet und professionell anzugehen.
Konstruktiver Ansatz im Fokus
Die FGFC kündigt an, konstruktiv in die Gespräche mit der TICE-Führung zu gehen. Ziel ist es nicht nur, ein besseres Arbeitsklima zu schaffen, sondern auch zentrale Arbeitsthemen im Interesse sowohl des Betriebs als auch des Personals zu klären.
Dabei sendet die Gewerkschaft ein klares Signal der Offenheit: Vergangenes soll ruhen gelassen werden, um den Blick nach vorne zu richten. Gleichzeitig ruft sie alle Beteiligten dazu auf, ebenfalls sachlich und zielorientiert an den Verhandlungstisch zu treten.
Appell an gemeinsame Verantwortung
Mit Blick auf die weiteren Akteure, insbesondere den OGBL, formuliert die FGFC eine klare Erwartung an einen gemeinsamen, konstruktiven Kurs. Gleichzeitig bleibt eine gewisse Skepsis bestehen: Der OGBL hatte in der Vergangenheit wiederholt betont, dass es keine Probleme zwischen TICE und dem Personal gebe. Umso mehr verwundert es, dass der OGBL nun einen Vertreter für die Schlichtung benennt.
Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Übernahme durch den Staat kommt dieser Phase eine besondere Bedeutung zu. Aus Sicht der FGFC ist es entscheidend, jetzt nachhaltige und tragfähige Lösungen zu erarbeiten, die über den Moment hinaus wirken.
Ein Signal zum Tag der Arbeit
Zum 1. Mai unterstreicht die FGFC damit die Bedeutung eines verantwortungsvollen sozialen Dialogs. Ziel muss es sein, dass das künftige „Syndicat mixte“ nicht nur einen guten Start erhält, sondern von Beginn an auf stabilen Fundamenten steht. Nur so kann ein zukunftsfähiger, moderner kommunaler Transportdienst gewährleistet werden, der sowohl den Anforderungen des Betriebs als auch den Erwartungen der Beschäftigten gerecht wird.
In einer Zeit wachsender Herausforderungen bleibt dieser Ansatz ein klares Bekenntnis zu konstruktiver Gewerkschaftsarbeit – im Sinne der Mitarbeitenden und einer nachhaltigen Entwicklung des öffentlichen Verkehrs.