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TICE: Nach sechs Monaten Wartezeit startet die Conciliation am 24. Juni

Nach mehr als sechs Monaten Wartezeit findet am 24. Juni um 17:00 Uhr die erste Sitzung der Conciliation zwischen der FGFC und dem TICE im Handelsgericht der Cité Judiciaire statt. Die Gewerkschaft begrüßt den Beginn des Verfahrens, hinterfragt jedoch die außergewöhnlich lange Dauer bis zum ersten Termin und setzt weiterhin auf konstruktive Lösungen für das Personal desGemeindesyndikats.

Nach sechs Monaten des Wartens gibt es nun endlich den nächsten Schritt im laufenden Schlichtungsverfahren zwischen der FGFC und dem TICE. Die FGFC begrüßt grundsätzlich, dass das Verfahren nun beginnt. Gleichzeitig bleibt die Frage bestehen, weshalb die Beschäftigten mehr als ein halbes Jahr auf diesen ersten Termin warten mussten — und das in einer Zeit, in der unilaterale Änderungen an Arbeitsbedingungen vorgenommen wurden, ohne die Personaldelegation wie gesetzlich vorgesehen zu konsultieren.

Für die Gewerkschaft ist diese Dauer nur schwer nachvollziehbar, da die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit Monaten auf Klarheit, Perspektiven und konkrete Fortschritte warten. Konkrete Themen wie die Urlaubspolitik, die Dienstplanorganisation, Unterbesetzung oder die Einbindung der Delegation bei Personalentscheidungen liegen seit Monaten auf dem Tisch — ohne Antwort.

Gerade in einer Zeit, in der wichtige Fragen zur Personalpolitik, zur Arbeitsorganisation und zur Zukunft des TICE diskutiert werden müssen, braucht das Personal Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen. Die lange Wartezeit hat diese Unsicherheit unnötig verlängert.

Die FGFC bedauert weiterhin, dass die Gespräche nun im Rahmen eines Schlichtungsverfahren fortgeführt werden müssen. Aus unserer Sicht hätten die bekannten Anliegen des Personals bereits im Rahmen eines funktionierenden Sozialdialogs behandelt und gelöst werden können. Unsere Vorschläge sind weder neu noch unrealistisch — es handelt sich um konkrete, ausgewogene und umsetzbare Maßnahmen, die zudem im Gemeindebeamten Statut eine klare gesetzliche Grundlage haben.

Dass nun eine Schlichtung notwendig geworden ist, zeigt, dass der bisherige Sozialdialog nicht zu den erforderlichen Ergebnissen geführt hat. Die Positionen der FGFC bleiben dabei unverändert – mit dem Unterschied, dass wir unsere Vorschläge nun an einem Schlichtungstisch statt an einem regulären Verhandlungstisch vortragen müssen.

Die FGFC hofft, dass die politischen und administrativen Verantwortlichen des TICE die bevorstehenden Gespräche mit Offenheit, Verantwortungsbewusstsein und Kompromissbereitschaft angehen werden. Die jüngsten Ergebnisse der nationalen Tripartite haben gezeigt, dass auch in schwierigen Situationen tragfähige Lösungen möglich sind — wenn alle Beteiligten den gemeinsamen Willen mitbringen, Verantwortung zu übernehmen und aufeinander zuzugehen.

Der TICE steht bereits heute vor einer konkreten Realität: Erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen das Gemeindesyndikat und orientieren sich beruflich neu. Eine erfolgreiche Conciliation, die zu spürbaren Verbesserungen der Arbeitsbedingungen führt, muss auch dazu beitragen, diesem Trend entgegenzuwirken — denn ohne motiviertes und engagiertes Personal kann der TICE seine wichtige Rolle im kommunalen öffentlichen Transport langfristig nicht erfüllen. Die Herausforderungen des öffentlichen Verkehrs werden in den kommenden Jahren nicht kleiner. Umso wichtiger sind daher motivierte Beschäftigte, eine moderne und sozial kohärente Personalpolitik sowie verlässliche Perspektiven für die Zukunft.

Die FGFC setzt sich deshalb weiterhin für nachhaltige Lösungen ein, die sowohl den Interessen des Personals als auch den langfristigen Bedürfnissen des TICE als Syndicat Mixte gerecht werden. Nur mit Planungssicherheit, gegenseitigem Respekt und attraktiven Arbeitsbedingungen kann der TICE seine wichtige Rolle im kommunalen öffentlichen Transport auch künftig erfolgreich wahrnehmen.

Wie in der Vergangenheit wird die FGFC die Verhandlungen transparent begleiten und das Personal regelmäßig über die Entwicklungen informieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden aktiv in den Prozess eingebunden, denn sie kennen die täglichen Herausforderungen des Gemeindesyndikats am besten und müssen Teil der Lösungsfindung sein.

Die FGFC geht konstruktiv, aber ebenso entschlossen in die bevorstehenden Gespräche. Unser Ziel ist nicht der Konflikt, sondern die Erarbeitung konkreter und verbindlicher Lösungen. Sollten unsere zentralen Anliegen in tragfähige Ergebnisse münden, steht einer Beendigung der laufenden Streikprozedur nichts im Wege.

Im Interesse des Personals, der Fahrgäste und der Zukunft des kommunalen öffentlichen Transports hoffen wir, dass der 24. Juni den Beginn einer neuen Phase des Dialogs und der Zusammenarbeit markiert. Die FGFC wird ihren Beitrag dazu leisten – transparent, verantwortungsvoll und stets mit dem Ziel, nachhaltige Lösungen für alle Beteiligten zu erreichen.