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Stellungnahme der FGFC zur Reaktion der Bürgermeisterin von Sandweiler und zur Rolle des ‘externen’ Beraters

Die FGFC reagiert auf die jüngsten Äußerungen von Bürgermeisterin Breuer, die in ihrer Stellungnahme unsere Vorwürfe als unbegründet und auf die angebliche Inkompetenz des alten Schöffenrates sowie ihrem eigenem Personal zurückzuführen abtut. Die FGFC zeigt sich darüber nicht überrascht, hält jedoch an ihrer Kritik fest und weist auf wichtige Aspekte hin, die in der Bürgermeisterin’s Darstellung unbeachtet bleiben.

Ein zentraler Punkt der Kritik betrifft die Rolle des externen Beraters, den die Bürgermeisterin in die Gemeindeangelegenheiten eingebunden hat. Offiziell als Berater bezeichnet, agiert dieser jedoch zunehmend wie ein festangestellter Mitarbeiter – ein Umstand, der aus Sicht der FGFC Fragen zur Transparenz und Verantwortlichkeit aufwirft. Es ist belegbar, dass dieser Berater nicht nur regelmäßig bezahlt wird, sondern auch Zugang zu Gemeindecomputern sowie den sozialen Medien hat und ist sogar im Stechuhrsystem (DSK) eingetragen. Zudem ist sein Zugang zu vertraulichen Daten von Personal und Bürgern ein weiterer kritischer Aspekt. Dass dieser Berater in keiner offiziellen Personalentscheidung und auch nicht im Organigramm der Gemeinde auftaucht, wirft berechtigte Zweifel an den tatsächlichen Machtstrukturen in der Gemeindeverwaltung auf.

Es ist ebenfalls problematisch, dass der Berater in Bereichen tätig ist, die eigentlich vom Gemeindepersonal übernommen werden müsste – und das nicht nur beratend, sondern auch operativ. So hat der Berater nachweislich Zugang zu Schlüsseln und Sicherheitsbereichen der Gemeinde, was darauf hindeutet, dass er nicht nur ein Berater im klassischen Sinne ist, sondern maßgeblich in die täglichen Verwaltungsaufgaben und offiziellen Terminen eingebunden wird. Auch wenn er nicht offiziell in Personalentscheidungen involviert ist, übt er erheblichen Einfluss aus, da er die Bürgermeisterin bei der Auswahl von Kandidaten und in Personalfragen berät. 

Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Tatsache, dass in Bereichen, in denen das Gemeindepersonal qualifiziert und ausgebildet ist, dennoch externe Berater hinzugezogen werden. Die Frage, die sich hier stellt, ist, warum der Schöffenrat dem eigenen Personal nicht vertraut und stattdessen auf externe Fachkräfte setzt. Diese Entscheidung lässt sich nur schwer mit den Aufgaben und Zielen einer kommunalen Verwaltung vereinbaren und wirft die Frage auf, warum dann überhaupt noch Gemeindepersonal und gewählte Politiker benötigt werden, wenn externe Berater diese Aufgaben übernehmen.

Besonders besorgniserregend ist die langjährige politische Fehde in Sandweiler, die auch dazu führt, dass das Gemeindepersonal unter den Machtkämpfen leidet und keine ausreichende Unterstützung oder Anerkennung erfährt. Es kann nicht akzeptiert werden, dass das Personal unter Druck gesetzt und mit fragwürdigen Methoden zum Rücktritt gedrängt wird. Noch gravierender ist die Tatsache, dass das Management mehrheitlich an einen externen Berater ausgelagert wird, der weder über die nötige Erfahrung noch über qualifizierte Fähigkeiten für die Leitung der Gemeinde verfügt. Dieses Vorgehen gefährdet nicht nur das Vertrauen in die Gemeindeverwaltung, sondern auch die Integrität und Professionalität der gesamten Arbeit.

Die FGFC fordert, dass der Schöffenrat in den kommenden Wochen und Monaten endlich ein klares Bekenntnis zu seiner politischen Eigenverantwortung ablegt, Transparenz walten lässt und eine professionelle Arbeitskultur mit dem kompetenten Gemeindepersonal in Sandweiler umsetzt.