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Nationalfeiertag und Internationaler Tag des öffentlichen Dienstes: Gemeinsam für ein starkes Luxemburg

Der 23. Juni ist für Luxemburg ein ganz besonderer Tag. Während unser Land seinen Nationalfeiertag begeht und damit seine Geschichte, seine Identität sowie den Zusammenhalt seiner Bürgerinnen und Bürger feiert, wird gleichzeitig weltweit der Internationale Tag des öffentlichen Dienstes begangen. Diese zeitliche Übereinstimmung ist mehr als nur ein Zufall. Sie erinnert uns daran, dass ein starkes Luxemburg auf leistungsfähigen Institutionen, engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes sowie auf einer funktionierenden Zusammenarbeit aller Kräfte unseres Landes aufbaut.

Aus Sicht der FGFC – Gewerkschaft vum Gemengepersonal – ist dieser Tag zugleich Anlass, auf die entscheidende Rolle des kommunalen Dienstes hinzuweisen. Denn die Gemeinden und Gemeindesyndikate sind weit mehr als bloße Verwaltungsstrukturen. Sie sind jene Ebene des öffentlichen Dienstes, die den Bürgerinnen und Bürgern am nächsten steht und einen Großteil der staatlichen Vorgaben und politischen Entscheidungen konkret umsetzt.

Täglich sind es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinden und Syndikate, die als erste Ansprechpartner für die Bevölkerung fungieren. Ob Einwohnermeldewesen, Kinderbetreuung, technische Dienste, soziale Dienstleistungen, Infrastruktur, Umwelt- und Sicherheitsaufgaben oder digitale Verwaltungsleistungen – überall dort, wo Bürgerinnen und Bürger mit dem Staat in Kontakt treten, stehen in der Regel zunächst die kommunalen Bediensteten bereit.

Gerade deshalb muss der kommunale Dienst endlich den Stellenwert erhalten, der seiner tatsächlichen Bedeutung entspricht. Die FGFC weist seit Jahren darauf hin, dass die Aufgaben der Gemeinden kontinuierlich wachsen, während gleichzeitig Fachkräftemangel, zunehmende Bürokratie und steigende Anforderungen an die Digitalisierung den Sektor vor große Herausforderungen stellen. Die Verantwortung der Gemeinden nimmt stetig zu, insbesondere in den Bereichen soziale Dienste, Kinderbetreuung, Mobilität, Wohnungsbau und Bürgerdienstleistungen.

Die FGFC setzt sich seit ihrer Gründung ausschließlich für die Interessen des Gemeindepersonals ein, obwohl ihre Statuten grundsätzlich auch eine Vertretung des gesamten öffentlichen Dienstes ermöglichen würden. Diese bewusste Entscheidung beruht auf der Überzeugung, dass gerade der kommunale Dienst eine starke und spezialisierte Interessenvertretung benötigt. Die Gemeinden und Gemeindesyndikate übernehmen heute einen wesentlichen Teil der praktischen Umsetzung staatlicher Maßnahmen und tragen damit eine zentrale Verantwortung für das Funktionieren unseres Landes.

Dabei ist sich die FGFC sehr wohl bewusst, dass die Finanzierung der öffentlichen Dienstleistungen in erster Linie durch die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft ermöglicht wird. Die Privatwirtschaft schafft die Wertschöpfung, auf deren Grundlage der Staat und die Gemeinden ihre Aufgaben erfüllen können. Deshalb lehnt die FGFC jede künstliche Gegenüberstellung zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft ab.

Ein moderner Staat braucht beides: eine wettbewerbsfähige Wirtschaft und leistungsfähige öffentliche Dienstleistungen. Wer versucht, beide Bereiche gegeneinander auszuspielen, verkennt ihre gegenseitige Abhängigkeit. Die Herausforderungen unserer Zeit – von der Digitalisierung über den Wohnungsbau bis zur Energiewende und dem sozialen Zusammenhalt – können nur gemeinsam bewältigt werden.

Die FGFC zeigt sich deshalb offen für den Dialog und die Zusammenarbeit mit allen Partnern, die bereit sind, konstruktiv an der Zukunft Luxemburgs mitzuwirken. Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, politische Entscheidungsträger, Gemeinden, Unternehmen und die Zivilgesellschaft tragen gemeinsam Verantwortung für die Entwicklung unseres Landes. Wer Luxemburg voranbringen will, findet in der FGFC einen verlässlichen Gesprächspartner.

Gleichzeitig fordert die FGFC eine langfristige Stärkung des kommunalen Sektors. Dazu gehören attraktive Karriereperspektiven, moderne Arbeitsbedingungen, eine professionelle Aus- und Weiterbildung, eine konsequente Digitalisierung der Verwaltungsabläufe sowie eine angemessene Anerkennung der Verantwortung, welche die Gemeinden und Gemeindesyndikate heute tragen. Ein moderner, effizienter und bürgernaher öffentlicher Dienst kann nur funktionieren, wenn auch der kommunale Dienst den Stellenwert erhält, der seiner tatsächlichen Bedeutung entspricht.

Die Qualität staatlichen Handelns beginnt vor Ort. Sie beginnt in den Gemeindeverwaltungen, den technischen Diensten, den sozialen Einrichtungen und überall dort, wo Gemeindebedienstete täglich Verantwortung übernehmen und den Bürgerinnen und Bürgern mit Kompetenz und Engagement zur Seite stehen.

Am Nationalfeiertag feiern wir nicht nur unsere Institutionen und unsere Geschichte, sondern auch die Menschen, die Luxemburg Tag für Tag am Laufen halten – in den Unternehmen, in den Verwaltungen, in den Gemeinden und in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Der Internationale Tag des öffentlichen Dienstes erinnert uns dabei daran, dass der Dienst am Gemeinwohl eine unverzichtbare Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts ist.

Als FGFC werden wir weiterhin alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um die Interessen des Gemeindepersonals zu vertreten und gleichzeitig an der Weiterentwicklung eines modernen, effizienten und zukunftsorientierten öffentlichen Dienstes mitzuwirken. Unser Ziel ist ein Luxemburg, in dem Staat, Gemeinden, Privatwirtschaft und Gesellschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten und in dem der kommunale Dienst endlich den ihm zustehenden Platz erhält.

In diesem Sinne wünschen wir allen Bürgerinnen und Bürgern einen schönen Nationalfeiertag und danken allen Beschäftigten, die täglich Verantwortung für unser Land übernehmen.

Vive Lëtzebuerg! 
Vive e staarken ëffentlechen & kommunalen Déngscht! 
Vive eise Grand-Duc
an eis Monarchie als Symbol vun der Stabilitéit, der Eenheet an der Kontinuitéit vun eisem Land! 🇱🇺